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Die Rolle der Europäischen Zentralbank in der Finanzkrise der EU

Mit der Nominierung der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) und früheren französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde als Nachfolgerin von Mario Draghi als neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank ist die EZB wieder in die Aufmerksamkeit gerückt.

Die Europäische Zentralbank ist die Zentralbank der 19 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die den Euro eingeführt haben. Die vorrangige Aufgabe ist es, Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten und so die Kaufkraft der gemeinsamen Währung zu erhalten.

Mit der Einführung des Euro zum 1. Januar 1999 als Buchgeld und schließlich 2002 als Bargeld, übernahm die EZB, die Steuerung der europäischen Wirtschafts-, Geld- und Währungspolitik. Die EZB, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hat, ist die Bank der nationalen Zentralbanken (NZB). Zusammen mit den nationalen Zentralbanken aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bildet sie das Europäische System der Zentralbanken, kurz ESZB.

Weder sie noch die EZB oder ein Mitglied ihrer Beschlussorgane sind von dritten Stellen wie Staatsregierungen, der EU-Kommission oder anderen Institutionen abhängig. Sie dürfen damit keine Weisungen von ihnen einholen oder entgegennehmen. Hauptaufgabe der EZB ist es durch währungs- und geldpolitische Maßnahmen für Preisstabilität im Euroraum zu sorgen.

Wesentliches Steuerungsinstrument ist dabei die Festlegung der Zinssätze bzw. Leitzinsen, zu denen sich Banken bei der EZB Geld leihen oder anlegen. Zu den weiteren Aufgaben der EZB – ebenfalls mit dem Ziel eines stabilen Preisniveaus – gehört es,

- zur Steuerung des Euro-Wechselkurses Devisengeschäfte mit anderen Währungen durchzuführen;

- die Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu verwalten. Mit Währungsreserven stellt die EZB sicher, dass sie über genügend liquide Mittel verfügt, um jederzeit handeln zu können.

- die Ausgabe von Euro-Banknoten innerhalb des Euroraums zu genehmigen.

- in Zusammenarbeit mit den nationalen Zentralbanken (NZBs) der EU zentrale geld- und finanzpolitische Daten statistisch zu erheben.

- den reibungslosen Zahlungsverkehr über die Geschäftsbanken zu organisieren.

- die unmittelbare Aufsicht über die systemrelevanten Banken im Euroraum.

Die Geldpolitik der EZB ist in den vergangenen Jahren immer wieder in die Kritik geraten. Insbesondere die Niedrigzinspolitik und der Ankauf von Schulden von Eurostaaten in Billionenhöhe werden vor allem von Politik und Kreditwirtschaft aus Deutschland immer wieder kritisiert: Die EZB würde verdeckt Staaten finanzieren und Wirtschaftspolitik betreiben, beides ist der Zentralbank eigentlich untersagt.

Referent:

Ralf Welter Dipl. Kaufmann, Lehrbeauftragter im Lehrgebiet Wirtschaftspolitik an der FH Aachen

Termin:

Dienstag, 24. September 2019 17.00 – 20.00 Uhr

Veranstaltungsort:

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg-Niederrhein, Am Burgacker 14-16, 47051 Duisburg

Information:

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg-Niederrhein Am Burgacker 14-16 47051 Duisburg Tel. 0203 2951-3170 kda@kirche-duisbu

So erreichen Sie uns

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Duisburg-Niederrhein
Am Burgacker 14-16
47051 Duisburg
Tel: 0203 / 2951-3170
Fax: 0203 / 2951-4173
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Das ganze Programm des Laboratorium – Evangelisches Zentrum für Arbeit, Bildung und betriebliche Seelsorge – auf einen Blick.

Losung für Dienstag, den 10.12.2019

Der HERR sprach zu Mose: Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen.
2. Mose 34,10

Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.
Matthäus 4,23

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