KDA

Feldgottesdienst mit streikenden Arbeitern

Wie schaffen wir die Verkehrswende am Niederrhein? Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Heiner Monheim

Ländliche Strukturen und kleinere Städte prägen das Gesicht des Niederrheins, einer leistungsstarken Wirtschaftsregion. Doch häufig sind Arbeitsort und Wohnort nicht identisch. Die Pendler*innen legen täglich längere bis lange Wege zurück, häufig mit dem eigenen Auto. Busse und Bahnen fahren zu selten und sind teuer. Wie kann am Niederrhein eine Verkehrsstruktur geschaffen werden, die bürgernah, bezahlbar und klimafreundlich ist?
Das Klimaschutzmanagement der Stadt Rheinberg und weitere neun Partner, zu denen neben dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt und dem Neuen Evangelischen Forum Moers auch die Evangelische Akademie im Rheinland gehört, laden zu einem Vortrag ein, der diese Frage aufgreift:
Wie schaffen wir die Verkehrswende am Niederrhein?

Vortrag und Diskussion mit Professor Dr. Heiner Monheim

Mittwoch, 20. November 2019 um 19:00 Uhr

Möglichkeit zur Information an Info-Ständen bereits ab 18:00 Uhr.

Veranstaltungsort:

Stadthalle Rheinberg
Kirchplatz 1
47495 Rheinberg

Der Eintritt ist frei.

Professor Monheim studierte Stadt- und Verkehrsplanung, Soziologie und Geographie in Bonn und München und lehrte als Professor für Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier. Er setzt sich seit vielen Jahren für umweltfreundliche und stadtverträgliche Verkehrskonzepte ein. In seinem Vortrag zeigt er mögliche Wege zu einer Verkehrswende auf, die sowohl klimafreundlich als auch bezahlbar sind.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass es am Niederrhein im Bereich Verkehr und Infrastruktur eine Reihe von Problemen gibt, die dringend gelöst werden müssen. Diese sind u.a.:

  • Anteil des motorisierten Individualverkehrs am Niederrhein ist zu hoch
    Die CO-Emissionen aus dem Verkehrssektor haben im Kreis Wesel mit ca. 34% den größten Anteil an den Gesamtemissionen. Verantwortlich zeichnet mit 61% der motorisierte Individualverkehr (Pkw und Motorräder).
  • Zu wenig Busse
    Das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist im Kreis Wesel insbesondere an Wochenenden oder in der Woche nach 20 Uhr mehr als dürftig.
  • Busse und Bahnen sind zu teuer ​​​​​​
    Eine einfache Fahrt von Wesel nach Duisburg kostet 12,80 €. Doch mehr als 45% der Beschäftigten im Kreis Wesel arbeiten in Teilzeit oder Leiharbeit oder sind geringfügig beschäftigt.
  • ÖPNV grenzt Arme aus
    Mehr als 50.000 Menschen im Kreis Wesel müssen von Transferleistungen leben. Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr werden derzeit 38,65 € für ein Sozialticket verlangt. In den Regelsätzen für Hartz IV – Betroffene werden aber nur 28,39 € ausgewiesen. Wie kann es sein, dass Menschen 9,1 % ihres Einkommens für ein Ticket ausgeben müssen, mit dem sie am Wochenende nicht einmal ihre/n EhepartnerIn mitnehmen dürfen?

"Der real existierende ÖPNV bietet derzeit keine angemessene Antwort auf Klimawandel, Mobilitätsanforderungen und wachsende Armut. Wir meinen, dass es Zeit wird, daran etwas zu ändern", so die Veranstalter des Abends.

Wir laden Sie herzlich zu diesem Abend und zur Vernetzung ein!

Mehr Informationen finden Sie auf unserem Flyer

Bitte melden Sie sich beim Klimaschutzmanagement der Stadt Rheinberg an:
Tel. 02843 171 498 oder
Anmeldung per E-Mail

Evangelische Akademie im Rheinland
Friedrich-Breuer-Straße 86, 53225 Bonn
Tel.: 0228 479898-50

programm@akademie.ekir.de
www.ev-akademie-rheinland.de

So erreichen Sie uns

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Duisburg-Niederrhein
Am Burgacker 14-16
47051 Duisburg
Tel: 0203 / 2951-3170
Fax: 0203 / 2951-4173
kda@kirche-duisburg.de

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Losung für Dienstag, den 10.12.2019

Der HERR sprach zu Mose: Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen.
2. Mose 34,10

Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.
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