KDA

Feldgottesdienst mit streikenden Arbeitern

Bergbautradition wahren, Neues gestalten

Mehr als zweihundert Gottesdienstbesucher folgten der Einladung des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) und der IG BCE - Ortsgruppe Lohberg/Feldmark und kamen zum Ökumenischen Bergmannsgottesdienst in die Lohnhalle des ehemaligen Bergwerks Lohberg in Dinslaken.

In seiner Ansprache stellte Pfarrer Jürgen Widera die Überlegung an, warum die Welt kaum noch zu verstehen sei. Er beschreibt seine Sorge, dass die Zeit der Spalter, Hetzer und Fake News unser tägliches Leben zunehmend negativ beeinflusst. Widera zeigt sich jedoch überzeugt, dass die Worte Jesu, der sagt: liebet einander, wie ich Euch liebe, ein Gegenprogramm bildet. Bewahren und Erhalten stelle nicht nur eine richtige Haltung in der Vergangenheit dar. Sie gelte heute und in der Zukunft ebenso.

Gemeinsam bekräftigten Diakon Michael van Meerbeck, der im Schatten der Fördertürme des Bergwerks Lohberg aufwuchs, und Pfarrer Jürgen Widera im ökumenischen Glaubensbekenntnis, angelehnt an die in 1990 in Seoul stattgefundene Weltkonferenz, ihren Glauben an das Recht jedes Menschen, an die offene Hand, die Solidarität, an die Offenheit zueinander. Gemeinsam mit den Teilnehmern Gottesdienstbesuchern lehnen sie die Sprache der Gewalt ab, glauben nicht an das Recht des Stärkeren, an Vorrecht und Previlegien. Sondern an die Werte, die nicht nur im christlichen Glauben und auch von den Bergleuten geachtet und gelebt wurden und gelebt werden.

In seiner Festrede brachte Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH, es auf den Punkt: „Wer die Vergangenheit nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten“. Bergbautradition wahren, Neues gestalten. Besser könne man den anhaltenden Veränderungsprozess nicht formulieren. Zuvor machte Masuth einen bewegenden Streifzug durch die Geschichte des Bergbaus in Dinslaken und der Region. Der Bergbau präge noch heute das Denken und das Leben hier nachhaltig.

Grußworte sprachen Dinslakens Bürgermeister, der IG BCE Geschäftsführer aus Duisburg, der Superintendent des Kirchenkreises Dinslaken und der eigens angereiste Präsident der Europäischen Vereinigung der Berg- und Knappenvereine.

Superintendent Friedhelm Waldhausen fand klare Worte: Aus dem Bewahren könne die Kraft entstehen, Neues zu gestalten. „In Gott finden wir die Kraft uns auf Neues einzustellen und Neues menschengerecht zu entwickeln und miteinander zu leben“.

Rund fünfzig Musiker des Männergesangsvereins Concordia aus Dinslaken und der Bergkapelle Niederrhein sorgten durch ihre Darbietungen für einen beeindruckenden, festlichen Rahmen. Ebenso die Abordnungen der Knappenvereine aus Dinslaken und dem Tecklenburger Land.

Fotos:

Blick in die Lohnahalle während des Gottesdienstes

Pfarrer Jürgen Widera bei seiner Ansprache

Superintendent Friedhelm Waldhausen sprach Grußworte

Diakon Michael van Meerbeck während des Gottesdienstes

Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, Markus Masuth bei der Festrede

MGV Concordia bei einem Liedvortrag

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Losung für Sonntag, den 20.10.2019

Ich will einen ewigen Bund mit meinem Volk schließen, dass ich nicht ablassen will, ihnen Gutes zu tun.
Jeremia 32,40

So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Römer 9,16

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