KDA

Feldgottesdienst mit streikenden Arbeitern

Arbeit im Alter nimmt stetig zu

Der Anteil älterer erwerbstätiger Menschen steigt stetig. Die Zahl der Menschen, die auch jenseits des Rentenalters noch arbeiten, hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Jüngst referierte und informierte Inga Mühlenbrock zum Thema Arbeit im Alter beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) in Dinslaken.

Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund beschäftigt sich die Dipl. Psychologin wissenschaftlich mit dem Thema.

Mühlenbrock stellte dar, dass die Bandbreite für die Gründe, die Menschen motivieren über das Rentenalter hinaus zu arbeiten vielfältig sind und sehr individuelle Gründe haben.

Die finanzielle Not und die Zahl der armutsgefährdeten und überschuldeten Rentner steigt, die Teilnahme am sozialen Leben und die sozialen Kontakte zu erhalten und sich weiterhin gebraucht zu fühlen sind ebenfalls Beweggründe dafür. Nicht zuletzt eine vielfach gute Gesundheit von Rentnern, die noch eine lange Zeitspanne mit hoher Lebensqualität vor sich haben, führt zum Wunsch über das Rentenalter hinaus einer Beschäftigung nachzugehen.

Untersuchungen ergaben, dass der Spaß an der Arbeit an erster Stelle steht, gefolgt vom Wunsch nach einer Aufgabe und der Erhaltung sozialer Kontakte und finanzieller Gründe.

Unternehmen entdecken das Potential erfahrener, älterer Arbeitnehmer immer häufiger und greifen zunehmend auf altgediente Mitarbeiter zurück.

Zunehmend denken Politiker über ein Rentenalter jenseits eines Lebensalters von 67 Jahren hinaus laut nach.

Doch es stellt sich die Frage, ob unsere Arbeitswelt darauf eingestellt ist.

Denn die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer erfordert ein Umdenken. Jeder Beschäftigte altert anders und das erfordert in den Unternehmen neue Ansätze hinsichtlich der individuellen Gestaltung von Arbeitssystemen. Es gilt Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe ergonomisch anzupassen. Ungünstige Arbeitsbedingungen sind für Ältere besonders nachteilig und schlecht gestaltete Arbeitssysteme können die Arbeitsbeanspruchungen zusätzlich erhöhen. Der Arbeitsgesundheit ist ein höherer Stellenwert einzuräumen, sie ist zu fördern und nachhaltig zu verbessern.

Der Blick auf die fortschreitende Industrielle Revolution - Industrie 4.0 - zeigt sich in Bezug auf ältere Arbeitnehmer spannend. Die Antwort auf die Frage, ob die Alten dem gewachsen sind, ist interessant. Ja, wo höheres Systemwissen und starkes interdisziplinäres Denken und Handeln gefragt ist, können sie sich behaupten. Erfahrung und Systemkenntnisse helfen bei der der Fähigkeit Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen und umzusetzen. Zahlreiche Unternehmen haben das bereits erkannt und nutzen die Kompetenz älterer Mitarbeiter zunehmend.

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Losung für Dienstag, den 18.12.2018

Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
1.Mose 15,6

Abraham wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs Allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun.
Römer 4,20-21

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