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Feldgottesdienst mit streikenden Arbeitern

In den ostdeutschen Flächenländern könnte die Zahl der Arbeitslosen 2021 niedriger liegen als vor Corona

Bis auf eine Ausnahme wird die Arbeitslosenquote im Jahr 2021 in allen Bundesländern zurückgehen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Spanne reicht dabei von einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote in Bayern (+0,1 Prozentpunkte) bis zu einer Verringerung um einen Prozentpunkt in Bremen und Sachsen-Anhalt. In allen ostdeutschen Flächenländern wird der IAB-Prognose zufolge 2021 die Zahl der Arbeitslosen sogar geringer sein als vor der Corona-Krise.

Die in der IAB-Studie für das Jahr 2021 prognostizierten regionalen Arbeitslosenquoten fallen in den süddeutschen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern mit 4,5 bzw. 4,2 Prozent weiterhin am niedrigsten aus. Am höchsten werden sie 2021 laut der IAB-Prognose nach wie vor in den Stadtstaaten Berlin mit 10,9 Prozent und Bremen mit 11,2 Prozent sein. Die Berechnungsweise der in der IAB-Studie prognostizierten regionalen Arbeitslosenquoten weicht von der Berechnungsweise der Arbeitslosenquote durch die Bundesagentur für Arbeit leicht ab, daher liegen die in der Studie genannten Quoten etwas höher.

Für Bundesländer, in denen die Arbeitslosigkeit in den Jahren vor der Corona-Krise stärker zurückgegangen ist, werden auch für das Jahr 2021 im Durchschnitt höhere Rückgänge der Arbeitslosigkeit vorhergesagt. Vor allem in den ostdeutschen Regionen spielt der demografisch bedingte Rückgang der Erwerbsbevölkerung eine Rolle. Dort war der Rückgang der Arbeitslosenzahlen bereits vor der Corona-Krise relativ stark. In den ostdeutschen Flächenländern wird die Zahl der Arbeitslosen der IAB-Prognose zufolge bereits im Jahr 2021 wieder das Vorkrisenniveau unterschreiten.

Prognosen auf regionaler Ebene weisen eine hohe Unsicherheit auf, betonen die IAB-Forscher. „Die Wirtschaftsstruktur und auch die Eindämmungsmaßnahmen infolge der Covid-19-Pandemie können regional unterschiedlich starke Auswirkungen auf die Arbeitsmarktentwicklung haben“, erklären sie. Die Trends bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit könnten sich verstärken - oder auch ins Gegenteil umschlagen.

Bei der Beschäftigungsentwicklung gehen die Arbeitsmarktforscher für 2021 von einem flächendeckenden Zuwachs aus. Ein besonders hohes Beschäftigungsplus erwarten sie in Berlin.

Insgesamt wird ein etwa gleich starker Anstieg in West- und Ostdeutschland vorhergesagt.

In Westdeutschland wird es laut der Prognose vor allem in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bayern überdurchschnittliche Beschäftigungsgewinne geben. Allerdings wird mit Ausnahme Thüringens das prognostizierte Beschäftigungswachstum in allen Bundesländern niedriger liegen als die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate vor der Corona-Krise.

Die IAB-Studie ist online abrufbar unter http://doku.iab.de/kurzber/2020/kb2020.pdf.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) – Presseinformation vom 09.10.2020

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